Was ist eine Lizenz?
Bestellen Sie sich beim Lieblingsitaliener eine Pizza, und bezahlen Sie diese, so ist es Ihre Pizza - und Sie können
damit tun und machen was Sie möchten: essen, extra Käse drauflegen, die Hälfte dem Nachbar weiterverkaufen, oder die
Pizza mit Kollegen teilen. Sie haben die Pizza als fertiges Produkt gekauft, und keine Lizenz.
Bei einer Software ist
dies anders. Sie kaufen eine Lizenz (oder mehrere) einer Software - das geistige Eigentum jedoch bleibt beim Urheber der Software.
Es liegt in seiner Entscheidungsgewalt, ob er Sie den Quelltext der Software selbst verändern lassen möchte, ob Sie
für jeden weiteren Nutzer zusätzliche Lizenzen erwerben müssen, und ggf. auch ob die Lizenz nur für einen bestimmten
Zeitraum Gültigkeit besitzt.
Es ist also nicht wie bei der Pizza, bei der Sie versuchen dürfen, die genauen Bestandteile
herauszufinden und das Produkt nachzubacken. Eine Softwarelizenz schützt das geistige Eigentum des Urhebers vor Missbrauch
seines Produktes.
Lizenzmodelle
- Das Nutzungsrecht beim "Kauf" einer Software: Das Programm wird erworben, um es zu benutzen. Es darf nicht vervielfältigt, weiterverkauft oder umprogrammiert werden (geistiges Eigentum).
- Freeware unterliegt ebenfalls den Lizenzbedingungen wie beim Kauf einer Software, nur dass Freeware kostenlos ist.
- Freie Software (dazu gehört auch OpenSource/GPL) ist frei erhältlich, und darf von jedem nicht nur genutzt, sondern auch verändert und anderen zur Nutzung weiter gegeben werden.
© Rainer Sturm / Pixelio
Mehrere Lizenzen für eine Software
Lizenzen für einen oder mehrere Benutzer werden bei bestimmten Arten von Andwendungssoftware eingesetzt, primär für Software für den gewerblichen Bedarf. Beispielsweise branchenspezifische Datenbanksysteme, Programme für die Zeiterfassung oder das Projektmanagement.